Corona-Impfungen: Auslastung der Impfzentren soll besser koordiniert werden


Die Impfkampagne gegen das Coronavirus läuft in Tschechien seit Ende Dezember. Zunächst wurden Menschen über 80 Jahre geimpft, allmählich kommen weitere Altersgruppen hinzu. Ärzte, Krankenschwestern, das Pflegepersonal und Lehrer wurden zudem priorisiert. Seit vergangenem Freitag können sich Menschen über 60 Jahre zur Impfung anmelden. Die Lage in den einzelnen Impfzentren ist sehr unterschiedlich. Es gibt Zentren, wo man einige Wochen auf den Termin warten muss, anderswo kommen die Interessenten gleich an die Reihe. Das Gesundheitsministerium überlegt, wie dies zu ändern sei.


Die Frau von Herrn Jan ist Lehrerin in Prag. Sie meldete sich Ende Februar zur Corona-Impfung in einer Klinik nahe ihrer Schule an. Nach einer Woche erhielt sie eine Mailnachricht. Es sei ihr empfohlen worden, sich anderswo anzumelden, erzählt Jan:


„In dem Moment entschied sich meine Frau für die Uniklinik im Prager Stadtteil Motol. Gleich bekam sie eine PIN, um sich den Impftermin zu reservieren.“


Die Kapazitäten der Impfzentren in den einzelnen Kreisen werden regelmäßig durch die Koordinatoren der Impfungen kontrolliert. Wenn sich die Anmeldungen für ein Zentrum anhäufen, während es anderswo freie Kapazitäten gibt, schicken sie den angemeldeten Personen eine SMS. Lukáš Trnka ist Sprecher der Nationalen Agentur für Kommunikations- und Informationstechnologie (NAKIT).


„Wir haben inzwischen etwa 26.000 SMS verschickt. Ein Drittel davon betraf Informationen über Änderungen bei der Auswahl von Impfzentren. Die übrigen zwei Drittel enthielten Informationen darüber, wo man schneller vakziniert werden könnte.“


Bald wird es vermutlich nicht mehr notwendig sein, diese Informationen zuzuschicken. Im Anmelde- und Reservierungssystem wird eine neue Funktion hinzugefügt. Sie soll die Zahl der Wartenden in den virtuellen Schlangen einschränken. Martin Ježek koordiniert die Impfungen in Prag. Er erklärt die geplante Änderung im System.


„Die Kapazität der Warteliste wird eingeschränkt, um dem konkreten Impfzentrum zu entsprechen. Wenn die begrenzte Warteliste dann ausgeschöpft wird, ist es nicht mehr möglich, sich im gewünschten Zentrum anzumelden. Dadurch wird verhindert, dass etwa 5.600 Menschen auf Impfungen in dem jeweiligen Zentrum warten.“


Der Koordinator beschrieb das Beispiel der Situation, die letzte Woche in der Prager Uniklinik Královské Vinohrady entstanden ist. Vor der virtuellen Schranke warteten 5500 Menschen, am Dienstag dieser Woche waren es 3300. Laut Martin Ježek sollte die Warteschlange nicht so lang sein.


„Die Schlange sollte der Kapazität des Impfzentrums entsprechen. Wenn sie bei täglich 1000 Menschen liegt, sollten nicht mehr als 2000 oder 2500 Menschen in der Warteschleife sein.“


Welche Änderungen genau in diesem Bereich des zentralen Reservierungssystems durchgeführt werden, wird am Donnerstag entschieden.

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