Insolvenz von ČSA: Bisher wurden Gläubiger-Forderungen von 32,3 Mio. Euro anerkannt


Das Stadtgericht in Prag hat im Insolvenzverfahren gegen die Fluggesellschaft ČSA (Czech Airlines) die Forderungen von Gläubigern in Höhe von 821 Millionen Kronen (32,3 Millionen Euro) anerkannt. Die unbestätigten Forderungen liegen derzeit bei über 728 Millionen Kronen (28,7 Millionen Euro).

Die Gesamtsumme der Schulden, die das ehemals staatliche Unternehmen hat, wird allerdings noch weit höher liegen, hieß es. Das Gericht wird die Prüfung weiterer Forderungen zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. Zu Beginn des Insolvenzverfahrens im März dieses Jahres wurden die Verbindlichkeiten von ČSA auf etwa 1,8 Milliarden Kronen (70 Millionen Euro) beziffert.

Am Montag haben die ČSA-Gläubiger, deren Forderungen anerkannt wurden, einer Sanierung des Unternehmens zugestimmt. Parallel dazu geht der Betrieb des Flugunternehmens weiter. Im Sanierungsplan wird eine Reorganisation von ČSA angestrebt mit dem Ziel, die Airlines zu retten.


Der Grund für die Insolvenz sind die gehäuften Forderungen für nicht bezahlte Dienste und die vom Flugunternehmen nicht erbrachten Leistungen. Von den mit 1,8 Milliarden Kronen bezifferten Verbindlichkeiten entfallen rund eine Milliarde Kronen auf nicht zurückgezahlte oder ungenutzte Flugtickets, die übrigen Forderungen sind Schulden des Unternehmens bei Lieferanten.

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