Moderner Bigband-Jazz: Cotatcha Orchestra


Seit etwa zehn Jahren gibt es eine Renaissance des Bigband-Jazz in Tschechien. Zu den neuen, jungen Ensembles gehört auch das Cotatcha Orchestra. Namensgeber und Bandleader ist der Trompeter Jiří Kotača.


Eigentlich besteht das Cotatcha Orchestra bereits seit sechs Jahren. Zunächst war das Ensemble aber nur ein Projekt von Jiří Kotača im Rahmen seiner Master-Arbeit. Der Jazzer hat an der Musik-Hochschule im mährischen Brno / Brünn studiert. Außerdem wurde er auch an den Konservatorien im niederländischen Rotterdam und in Barcelona ausgebildet. In den vergangenen Jahren reifte aber dann die Idee, aus dem Cotatcha Orchestra eine eigenständige Band werden zu lassen. Im Januar ist nun das erste Album des Ensembles herausgekommen. Es heißt „Bigband Eletronics“.


Mit dem Cotatcha Orchestra wollte der Bandleader zunächst wegkommen vom klassischen Bigband-Repertoire zum Beispiel von Count Basie oder Glen Miller. Dafür arbeitet Jiří Kotača bis heute mit einigen Komponisten zusammen. Für das aktuelle Album hat vor allem Martin Konvička die Stücke geschrieben.


Der Erstling des Cotatcha Orchestras ist im Übrigen nicht bei einer tschechischen Plattenfirma erschienen, sondern beim Label Big Round Records des US-amerikanischen Musikverlags Parma Recordings. Die Band selbst besteht aus 16 Musikern inklusive Jiří Kotača. Im Booklet zum Album wird die Elektronik als 17. Bandmitglied bezeichnet. Aber letztlich sind die elektronischen Anleihen in der Musik eher nette Farbtupfer in einem an sich aber sehr frischen Sound.

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