Sozialministerin verspricht Aufstockung von Renten


Die Renten werden im nächsten Jahr in Tschechien über den Rahmen der im Gesetz verankerten Valorisierung hinaus aufgestockt, und das um 300 Kronen (11.80 Euro) monatlich. Dies teilte die Arbeits- und Sozialministerin Jana Maláčová (Sozialdemokraten) am Mittwoch mit.


In den nächsten drei Jahren wird der Staat laut Maláčová für die geplante nachträgliche Rentenerhöhung 32,6 Milliarden Kronen (1,28 Milliarden Euro) benötigen. Die Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) kündigte an, die Altersrenten gemäß der gesetzlichen Regelungen nächstes Jahr im Durchschnitt um 485 Kronen (19 Euro) aufzustocken.


Das Regierungskabinett plant diesmal nicht, wie im vergangenen Jahr während der Corona-Pandemie einen einmaligen Zuschuss einzuzahlen. Damals hatten alle Rentner 5000 Kronen zusätzlich (197 Euro) erhielten. Dies habe klare ökonomische Gründe gehabt, merkte die Finanzministerin an.


Das tschechische Rentensystem ist stark abhängig vom Wirtschaftszyklus. In Krisenzeiten erlebt es oft einen rasanten Sturz, in Zeiten der Konjunktur wird ein leichter Überschuss verzeichnet. Seit 2010 war das System in nur zwei Jahren im Plus. In den zehn Jahren bis 2020 lagen die Ausgaben für die Rentenzahlungen um insgesamt 310,9 Milliarden Kronen (12,24 Milliarden Euro) höher als die Einnahmen. Der staatliche Haushaltsrat und weitere Wirtschaftsexperten machen immer wieder darauf aufmerksam, dass Rentenaufstockungen sich nur an den im Gesetz verankerten Regeln orientieren sollten.

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