Třinec zum dritten Mal tschechischer Eishockeymeister


Der HC Oceláři Třinec hat seinen Titel in der tschechischen Eishockey-Extraliga verteidigt. Am Montag gewannen die Schlesier das fünfte Finalspiel gegen Bílí Tygři Liberec vor fast 900 Zuschauern in eigener Halle mit 3:0 und damit die Serie mit 4:1. Für Třinec ist es die dritte Meisterschaft nach 2011 und 2019.


„Die Spieler von Třinec reißen die Arme hoch, in diesem Augenblick sind sie zum dritten Male tschechischer Meister.“


Mit diesen Worten kommentierte der hierzulande populäre TV-Sportreporter Robert Záruba die letzten Züge der aktuellen Eishockeysaison in der höchsten Spielklasse, der Extraliga. Die Mannschaft aus Třinec hatte in diesem Moment auch ihr drittes Heimspiel in der Finalserie gegen das Team aus Liberec / Reichenberg gewonnen. Nach dem vorherigen 1:0 in der Neißestadt dominierte man auch die gesamte Serie mit 4:1. Das freute unter anderem den Trainer des HC Oceláři, Václav Varaďa, der am Montag seinen 45. Geburtstag gefeiert hat. Als Spieler hatte Varaďa 2011 großen Anteil daran, dass der Meisterpokal das erste Mal in die Stahlwerksstadt geholt wurde. Beim Titelgewinn vor zwei Jahren war er bereits Trainer der Rot-Weißen. Aus Erfahrung weiß er, dass man sich seiner Sache nicht zu früh sicher sein darf. Doch am Montag glaubte Varaďa bereits acht Minuten vor der Schlusssirene daran:


„Das war, als wir das 2:0 erzielten. Von da an habe ich gehofft, dass wir es packen. Das dritte Tor war dann die Kirsche auf der Sahnetorte. Heute waren wir das bessere Team, und wir hatten den größeren Siegeswillen.“


Das rührte vielleicht auch daher, weil Liberec ohne einige verletzte Offensivspieler angereist war – und sich deshalb zunächst auf das Verteidigen des eigenen Tores konzentrierte. Trainer Patrik Augusta:


„Natürlich haben uns die Spieler gefehlt, die torgefährlich sind. Wir haben aber sehr gut in der Defensive gearbeitet. Die Cracks, die zum Einsatz kamen, sind an ihre Leistungsgrenze gegangen, ich bin sehr stolz auf sie. Wir haben Třinec lange auf Abstand gehalten, die Gastgeber haben die Tore zum 1:0 und 2:0 erst in Überzahl erzielt. Das zeigt die Stärke meiner Mannschaft und wie wir gekämpft haben.“


Liberec hat die Finalserie, in der man vier Siege erzielen muss, jedoch nicht erst in der fünften Partie verloren. Verteidiger Ondřej Vitásek:


„Die Serie wurde schon in der zweiten Begegnung in Třinec vorentschieden. Dort hatten wir den Sieg vor Augen, doch wir haben ihn durch eigene Undiszipliniertheiten verschenkt. Dann hatten wir im zweiten Spiel in Liberec die Möglichkeit, die Serie zum 2:2 auszugleichen. Doch es hat nicht geklappt, wir haben in der Verlängerung 0:1 verloren. Danach war Třinec obenauf.“


Und die Drachen, wie die Schlesier aufgrund ihres Vereinslogos auch genannt werden, haben ihre Beute danach nicht mehr losgelassen. Mit dem 3:0 am Montag machten sie die Titelverteidigung von 2019 perfekt – denn im vergangenen Jahr waren die Playoffs wegen der begonnenen Corona-Pandemie ausgefallen.


Angreifer Martin Růžička hat alle drei Meisterschaften mit Třinec gewonnen, dazu noch einen Titel mit Sparta Prag im Jahr 2007. Dennoch sei jeder Gewinn des sogenannten T.-G.-Masaryk-Pokals etwas Besonderes, merkt der 35-Jährige an:


„Das Gefühl ist genauso schön wie bei den vorherigen Titelgewinnen. Wir haben eine wirklich tolle Saison hingelegt und heute den goldenen Schlusspunkt gesetzt. Und jetzt zu sehen, wie ausgelassen die Jungs jubeln und wir den Titel auch gemeinsam feiern werden, das bereitet mir noch größere Freude.“





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