Tschechische Bahnen planen Umstrukturierung


Ab 1. Juli sollen die staatlichen Tschechischen Bahnen (České dráhy, kurz ČD) in drei Bereiche aufgeteilt werden. Dies haben die Nachrichtenportale Zdopravy.cz und Novinky.cz berichtet.


Die drei Bereiche werden demnach „Personenverkehr“, „Reparaturen und Kauf“ sowie „Vermögensverwaltung“ sein. Das Ziel sei, die Leitung des Konzerns effizienter zu gestalten und Kosten zu sparen, sagte ČD-Sprecherin Vanda Rajnochová gegenüber Novinky.cz. Zugleich wolle man eigene Serviceleistungen auch anderen Schienenunternehmen anbieten und damit ein weiteres unternehmerisches Standbein für die Bahnen aufbauen, hieß es.


Arbeitnehmervertreter haben zu den Plänen vorläufig eher Bedenken geäußert. So befürchtet der Vorsitzende der Gewerkschaft „Dienstleistungen und Verkehr“, Jan Kadečka, dass aus dem Bereich „Reparaturen und Kauf“ in Zukunft eine Tochtergesellschaft der Bahnen entstehen könnte. Allerdings hätte die Gewerkschaft bisher von der Unternehmensführung noch nicht die entsprechenden Unterlagen erhalten, aus denen sich die Bedeutung des Schritts herauslesen lasse, ergänzte Kadečka.


Laut Rajnochová soll mit der Umstrukturierung auch die Führungsstruktur der Tschechischen Bahnen verändert werden. So werde die Zahl der stellvertretenden Generaldirektoren sinken und die Zahl der Führungsebenen auf maximal vier reduziert werden, so die Unternehmenssprecherin. Die České dráhy beschäftigen insgesamt 23.000 Menschen.

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