Tschechische Wirtschaft schrumpft im Jahresvergleich um 2,4 Prozent


Das tschechische Statistikamt hat am Dienstag seine korrigierten Angaben zur Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal 2021 veröffentlicht.


Demnach ist die tschechische Wirtschaft im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2020 um 2,4 Prozent geschrumpft. Das ist mehr als zunächst angenommen worden war, die ersten Berechnungen hatte bei einem Minus von 2,1 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorquartal sank damit die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Dennoch ist es das beste Ergebnis der zurückliegenden vier Quartale.


Die Ersparnisse der Haushalte wuchsen überdurchschnittlich. „Die Gesamteinnahmen der Haushalte stiegen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent, die Verbrauchsausgaben sanken hingegen in Folge des Lockdowns in einem Teil der Wirtschaft um 3,4 Prozent“, so Vladimír Kermiet vom Statistikamt. Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Einnahmen der Haushalte allerdings um 2,9 Prozent zurück, also am stärksten seit 2013.

Der durchschnittliche Monatslohn bei den Angestellten lag im ersten Quartal dieses Jahres bei 36.212 Kronen (1421 Euro) und ging im Vergleich zum Vorquartal real um 3,8 Prozent zurück, gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,7 Prozent. Darin spiegelten sich die vorübergehende Einstellung der Produktion und die Schließung einiger Betriebe aufgrund der Corona-Pandemie wider.


Die Profitrate nichtfinanzieller Unternehmen stieg im ersten Quartal an, und zwar unter anderem dank vom Staat ausgezahlter Subventionen. Die Investitionsquote ging jedoch zurück. Die Gewinnquote erreichte 46,4 Prozent, das sind 0,7 Prozentpunkte mehr als im letzten Quartal des Vorjahres und 3,4 Punkte mehr als vor einem Jahr. Die Gesamtlohnkosten der nichtfinanziellen Unternehmen sanken gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent. Die Investitionsquote lag im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozentpunkte niedriger, und zwar bei 26,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging sie um 1,1 Prozentpunkte zurück.

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