Tschechischer Chemiekonzern Draslovka expandiert nach Südafrika


Der tschechische Chemieproduzent Draslovka Holding plant eine Akquise in Südafrika. Es handelt sich um Sasol South Africa Limited, ein Unternehmen zur Herstellung von Natriumcyanid. Der Kaufpreis liegt bei 2,23 Milliarden Kronen (87 Millionen Euro). Dies teilte die Firma am Montag mit.

Der Erwerb des Betriebs sei die erste große Investition von Draslovka auf dem afrikanischen Kontinent und damit Teil der internationalen Expansionspläne des Unternehmens, sagte Konzern-Pressesprecher Vít Kurfürst am Montag der Presseagentur ČTK. Das Unternehmen will weitere 50 Millionen Dollar in die Modernisierung und den Ausbau des Werks investieren. „Diese Akquise ermöglicht uns, nicht nur Südafrikas Bergbauindustrie und verwandte Industriezweige besser zu bedienen, sondern auch langfristig die eigenen Exportmöglichkeiten zu stärken sowie einen besseren Zugang zu landwirtschaftlichen Rohstoffen zu sichern“, sagte Draslovka-Generaldirektor Pavel Brůžek. Die Draslovka Holding a.s. ist ein Privatunternehmen mit Sitz in Tschechien, das Spezialchemikalien herstellt. Es ist im Besitz von vier tschechischen Familien. Seit über 100 Jahren werden in der Firma bereits Blausäure und HCN-Chemiestoffe hergestellt, sie ist spezialisiert auf die Fertigung von vollsynthetischem und hochreinem flüssigen Cyanwasserstoff, der in Produkten vom Bergbau bis zur Landwirtschaft weiterverarbeitet wird. Der Konzern produziert und vertreibt jährlich über 30.000 Tonnen Stoffe auf Cyanidbasis und rund 44.000 Tonnen sonstige Chemikalien. In den vergangenen Jahren betrug der jährliche Umsatz des Unternehmens rund 80 Millionen US-Dollar. Draslovka will bei der Herstellung von Cyaniden für die Synthese, den Bergbau sowie für industrielle und landwirtschaftliche Anwendungen weltweit führend werden. Der Konzern ist seit fast zehn Jahren über seine Tochter Draslovka Services South Africa in Südafrika tätig.

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