Vor 30 Jahren eröffnete in Jihlava der erste tschechische Supermarkt


Die ersten Supermärkte entstanden um 1930 in den USA. Doch die Tschechen konnten erst nach dem Ende des Kommunismus so einen „westlichen“ Selbstbedienungsladen betreten. Heute gehört das Filialnetz in Tschechien zu den dichtesten der Welt.

Der erste Supermarkt „Mana“ eröffnete am 6. Juni 1991. Überraschenderweise befand sich dieser nicht in Prag, sondern in der Wohnsiedlung Březinky in Jihlava / Iglau.

Zeitzeugen zufolge bot der Laden zu dieser Zeit eine nie dagewesene Menge an Obst an. An der Fleisch- und Wursttheke konnten die Kunden Wartenummern ziehen – und, anstatt in der Schlange zu stehen, einen Gratis-Kaffee trinken. Diesen Supermarkt gibt es bis heute, wenn auch unter anderem Namen. Das Gebäude hat sich in den vergangenen 30 Jahren kaum verändert, dafür jedoch die Einkaufsgewohnheiten der Tschechen. Die Menschen kaufen heute mehr Teigwaren und Reis, der Verbrauch von Mineralwasser ist erheblich gestiegen. Auch die Vorlieben beim Fleisch haben sich geändert: Hühnerfleisch ist besonders beliebt geworden.

Heutiger „Supermarkt-Gigant“ Tschechien

Die großen Einzelhandelsketten betreiben in Tschechien derzeit mehr als 1500 Filialen. Auf die Einwohnerzahl bezogen besitzt das Land eines der weltweit dichtesten Netze. Gleichzeitig kommen immer neue hinzu, und die Unternehmen wollen auch in den kommenden Jahren weiter expandieren. Allerdings mangelt es in den Großstädten bereits an geeigneten Grundstücken. Aus diesem Grund entstanden zuletzt immer mehr Einkaufsparks in kleineren Ortschaften, die dort nun mit alteingesessenen Händlern konkurrieren.


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