Prag hat rund 4 Mrd. CZK in den Hochwasserschutz investiert

Seit dem verheerenden Hochwasser im August 2002 hat Prag rund vier Milliarden Kronen in den Hochwasserschutz der Stadt investiert. Rund 20 Kilometer Barrieren wurden zusammen mit Schleusentoren und einer Pumpstation gebaut. Es wurden auch Änderungen an Flüssen und Bächen in der Region vorgenommen, wodurch zuvor begradigte Bäche in ihre ursprünglichen Betten zurückgeführt wurden. Außerdem schützt eine neue Flutmauer den Prager Zoo in Zukunft vor Überschwemmungen. Das Hochwasser, vor 20 Jahren vom 12. bis 15. August, beschädigte unter anderem fast zwei Dutzend Stationen der Prager U-Bahn. Insgesamt verursachte das Hochwasser allein in Prag Schäden in Höhe von 27 Milliarden Kronen und zerstörte Dutzende Häuser. Über 50.000 Einwohner mussten evakuiert werden. Die Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt umfassen jetzt Erdwälle, massive Betonwände und mobile Barrieren aus Aluminium. Die Gesamtlänge des Schutzes beträgt 19,26 Kilometer. Davon sind 6,8 ​​Kilometer mobiler Damm mit einer Höhe von 0,2 bis 6,27 Metern. Unter den Barrieren wurden Mauern errichtet, bis hin zum undurchlässigen Untergrund, der sich an manchen Stellen bis zu 12 Meter unter der Erde befindet. Zusätzlich zu den Barrieren entlang der Moldau wurde bei Rokytka eine Station mit sechs Pumpen gebaut. Die Stadt baute auch einen Hochwasserschutz für die Häfen und den Nebenfluss des Flusses. Die Pumpstation ermöglicht es, die Mündung der Rokytka zu schließen und stattdessen Wasser in die Moldau abzuleiten. Über dem Schleusentor führen Stege für Fußgänger und Radfahrer von den Thomayer-Obstgärten nach Libeňský ostrov. Sie liegen acht Meter über dem Wasserspiegel von 2002, der nach wie vor der höchste jemals gemessene ist.Video

Video: Hochwasser August 2002 | YouTube Die Gemeinde erweitert auch den Hochwasserschutz in Zbraslav und verlängert ihn zwischen der Altstadt und der Neustadt. In Radotín wird der Ausbau des Schutzes in der Vrážská-Straße fortgesetzt. Nach Angaben des Sprechers der Stadt bleibt der Schutz von Lahovice, Lahoviček und Sedlce weiterhin ein Problem. Ein Problem ist auch der Bereich des Zusammenflusses des Baches Litovicko-Šárecký mit der Moldau in der Straße V Podbabě. Es betrifft 35 gefährdete Objekte, die Residenz Břetislavka und das angrenzende Gasthaus. Eine neue Flutmauer könnte den gefährdeten Prager Zoo künftig vor Überschwemmungen schützen. Nach dem aktuellen Vorschlag des Prager Instituts für Planung und Entwicklung (IPR) soll er ungefähr dort angelegt werden, wo der Garten heute im unteren Teil durch einen Zaun begrenzt wird.

Video: Hochwasser August 2002 | YouTube Die Überschwemmungen in den Jahren 2002 und 2013 verursachten große Sachschäden im Zoo und den Tod mehrerer geliebter Tiere. Seitdem wurden die Nilpferd- und Elefantenausstellungen jedoch aus dem möglichen Überschwemmungsgebiet entfernt. Der Zoo schützt nun eine Böschung vor Hochwasser. Auch Pavillons mit schwer zu evakuierenden Tieren wurden an einen neuen Standort außerhalb der Flut verlegt Zone. Das Hochwasser im August 2002 betraf fast ganz Böhmen. 17 Menschen verloren ihr Leben. Diese Maßnahmen werden im Idealfall verhindern, dass sich eine solche Katastrophe jemals wieder ereignet.

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