Tschechien bestellt russischen Botschafter wegen Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur ein

Tschechien macht eine russische Hackergruppe mit Verbindungen zum Militärgeheimdienst GRU für zahlreiche Cyberattacken verantwortlich. Nun wurde deshalb der russische Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Der Grund seien »Cyberangriffe gegen tschechische Institutionen und kritische Infrastruktur«, sagte Außenminister Jan Lipavsky der Nachrichtenagentur AFP.

Der Diplomat sei nach Angaben der Agentur CTK am Montagnachmittag im Außenministerium eingetroffen. »Wir haben die Russische Föderation aufgerufen, von diesen Handlungen abzusehen, die im Widerspruch zu den Normen der Uno und ihren eigenen Verpflichtungen stehen«, sagte Lipavsky anschließend.

Unterdessen wurde bekannt, dass Tschechiens liberalkonservative Regierung ihren Botschafter in Russland, Vitezslav Pivonka, mit Wirkung Ende Mai offiziell abberufen hat. Der Diplomat soll sich nach Medienberichten bereits seit Monaten nicht mehr in Moskau aufhalten. Über einen Nachfolger ist noch nicht entschieden. Die Botschaft wird übergangsweise von einem Botschaftssekretär geleitet.

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